#1 1.Generation der Untersee-Schiffe von Steiner 25.11.2010 16:04

So langsam naht das Ende dieser Generation.

URh:
MS Arenenberg: abgebrochen
MS Munot: in den Niederlanden
MS Stein am Rhein: in Dienst (URh sagte von ein paar Jahren bis 2020)
MS Kreuzlingen: Privat für Extrafahrten

MS Friedrichshafen: Arbeitsschiff
MS Reichenau: in Dienst bis vorr. 2014

Hoffentlich wird die Reichenau von der URh gekauft und als 5. Kursschiff im Untersee und Rhein eingesetzt. (träum und hoff)

Ich finde es schade das die Reichenau 2014 ausrangiert werden soll, sie ist ein schönes und ideales Schiff für den Untersee.

Ach ja, Momentan ist die Schaffhausen in der Halle, vorher war es die Konstanz und die MS Munot hat mit der Kreuzlingen eine Gemeinsame Ausstellung eines elektronik Geschäft in Schaffhausen.

Gruss Steiner
#2 Re: 1.Generation der Untersee-Schiffe von MS Schwaben 02.12.2010 11:47

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Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass die URh das MS "Reichenau" kaufen werden.

Folgendes würde mir viel realistischer erscheinen: Das Arbeitsschiff "Friedrichshafen" wandert 2014 auf den Schrott und das MS "Reichenau" wird Arbeitsschiff...

Grüsse
#3 Re: 1.Generation der Untersee-Schiffe von Steiner 03.12.2010 16:02

@ Schwaben

Ich glaube es auch nicht, aber es wäre schön, da es momentan des einzige (das AS Friedrichshafen einmal ausgelassen) BSB-Schiff ist, das nach Schaffhausen fahren kann resp. auch schon dort unten war. Das mit dem Arbeisschiff ging mir auch schon durch den kopf.

Gruss Steiner
#4 Re: 1.Generation der Untersee-Schiffe von Schiffsführer 03.12.2010 16:30

Hallo zusammen,

ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das MS Reichenau
von den URH Übernommen wird.

Es muss ja aber auch nicht unbedingt heißen, dass die
Friedrichshafen dann verschrottet wird. Womöglich können
dann beide Schiffe als Arbeitsschiffe verwendet
werden.

Was ist denn eigentlich mit dem BSB-Schiff
MS Königin Katharina, es kann doch auch noch bis
Schaffhausen fahren.


Schiffsführer
#5 Re[2]: 1.Generation der Untersee-Schiffe von Steiner 04.12.2010 19:25

Schiffsführer>Was ist denn eigentlich mit dem BSB-Schiff
Schiffsführer>MS Königin Katharina, es kann doch auch noch bis
Schiffsführer>Schaffhausen fahren.

Die grossen vier URh Schiffe haben eine Breite von 9.3 (Th,Sh,Ar) resp. 9.4 (Mu) Meter, wobei die Munot, meinens wissen, die gesetzliche Maximalbreite aufweist (Brückendurchfahrt Diessenhofen), die Kathi hat eine Breite von 9.98 Meter ob das reicht für Diessenhofen? Evtl. nur mit gutem Zielen und ein wenig glück.

Von der Reichenau in Schaffhausen gibt es Bilder, gibt es auch solche von der Friedrichshafen in Schaffhausen? Aber mündlichen Quellen sagen, dass beide schon einmal in Schffhausen waren.

Gruss Steiner
#6 RE: Re[2]: 1.Generation der Untersee-Schiffe von MS Schwaben 24.01.2014 16:12

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Hallo zusammen,
ich schreibe in dieser Rubrik einen neuen Beitrag, konkret zu MS "Munot" (I). Wie kürzlich hier zu lesen war, steht das Schiff, von dem lange nichts mehr zu hören war, in den Niederlanden zum Verkauf. Der derzeitige Besitzer möchte die mehrtägigen Kanalfahrten, die er mit dem Schiff angeboten hat, nicht fortsetzen.
Somit stellt sich die Frage, was mit der "Munot" geschehen soll. Fakt ist, dass sich das Schiff noch in einem verhältnismäßig originalen Zustand befindet und - als besonderen Bonus - noch den weitgehend original erhaltenen ersten Motor aus den dreißiger Jahren besitzt...! Die ganzen Betriebsunterlagen der "Munot" sowie der Reservemotor des Schwesterschiffes "Arenenberg" (I) als Ersatzteilspender sind in den Niederlanden offenbar ebenfalls noch vorhanden. Zudem scheint der Besitzer durchaus verhandlungsbereit zu sein - es scheint ihm primär daran gelegen zu sein, das Schiff in gute Hände abzugeben...
Was ich nun gerne hier diskutieren möchte, ist, welche Chancen ihr, liebe Forumsmitglieder, seht, am Bodensee vergleichbare touristische Fahrten aufzuziehen wie in den Niederlanden. Auf seinen Fluß- und Kanalfahrten gelangte MS "Munot" offenbar von den Niederlanden aus bis nach Berlin, Prag und Budapest. Das Gepäck der Reisenden wurde nachbefördert, Hotels als Übernachtungsmöglichkeit wurden organisiert. Wenngleich dieses Konzept bei dem niederländischen Eigner nicht funktioniert zu haben scheint, so würden zwei- oder dreitägige touristische, themenspezifische Fahrten rund um den Bodensee hier meines Erachtens eine absolute Marktlücke darstellen. Möglicherweise wäre die URh auch gar nicht abgeneigt, das Schiff für derartige Fahrten wieder zu übernehmen, wenn sich ein Sponsor für Renovierung und Transport finden liesse.
Wie denkt ihr darüber?
Viele Grüße,
Michael Berg.

#7 RE: Re[2]: 1.Generation der Untersee-Schiffe von MS Schwaben 29.01.2014 10:52

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Hier noch der auch auf der Startseite zu findende Zeitungsartikel, diesmal im Original und mit ein paar Bildern.
Viele Grüße,
Michael.

#8 RE: Re[2]: 1.Generation der Untersee-Schiffe von hendrik müller 29.01.2014 12:54

Ich fände eine verschrottung dieses Schiffes äusserst schade, nach meiner Meinung ist es historisch viel Wertvoller als bsp die Östereich oder ein Millionen teurer Kitschdamfer. Die Originalität wäre wohl mit derjenigen der Kempten vergleichbar, aber diese war ja schon bei der Abstellung 1988 in einem so hundserbärmlichen Zustand das eine Erhaltung von vornerein aussichtsslos erschien.

Mit dem "Kitschdampfer" setze ich mich bewusst in die Nesseln, aber die Diskussion darüber soll geführt werden. Für den Aufpreis des (Disney)dampfers gegenüber einem Standardschiff gäbe es die Munot incl. Revision als zusätzliches Schiff. Heute ist es problemlos möglich, für das 12. betriebsfähige Tigerli Gelder zu finden, nur weil die Loknummer absolut einmalig ist. Leider fehlt für anderes Kulturgut meist das zahlungsbereite (Fach-)Publikum, das erkennen kann um welche Rarität es sich handelt und das Gebotene auch zu schätzen weiss, so kann ein einmaliges Kulturgut verschwinden.

Das Schiff würde grössenmässig eine Lücke zwischen "Konstanzerli" und "Stein am Rhein" bzw bald den seelenlosen, grossen Einheiten füllen. Es liesse sich wohl gut verchartern, aber auch für zusätzliche Nostalgiekurse zur Entalstung der oft überfüllten Hauptkurse einsetzen.

Ich habe meine Gedanken dazu die Schiffahrtsgesellschaft geschrieben, selbstverständlich ohne eine Antwort zu bekommen.

Was meine eher pessimistische Prognose angeht, ist die dass das Schiff zwischen Stühle und bänke fallen wird, die "nostalgisch" interessierten werden sich auf den Dampfype konzentieren und versuchen, dafür möglichst viele Steuergelder zu bekommen. Die werden keine Konkurrenz von einem Dieseloldtimer wollen, weder auf dem Spendenmarkt noch beim Publikum. Die Modernisten werden beides nicht wollen, sondern einen Neubau, mit möglichst vielen Plätzen möglichst nahe bei der Küche. Man soll ja nicht Landschaft oder Schiff geniessen, sondern möglichst viel Geld da lassen.

Dass Dampfer und Munot kommen halte ich für ausgeschlossen. die einzige Chance für die Munot wäre die, dass die Geschäftsführung die Munot übernimmt, und argumentiert man habe nun genug Nostalgie, als Argument gegen den vielleicht unerwünschten Dampfer. Die andere Version wäre, dass ein gut Betuchter kenner das Schigff kauft, renovieren lässt, und der UhR aufdrängt. Einen markt für ein zweites Schiff nach dem Muster der "Kreuzlingen" sehe ich weniger, eher wundert mich wär diese finanziell über Wasser hält.

#9 RE: Re[2]: 1.Generation der Untersee-Schiffe von Steiner 02.02.2014 19:07

Hallo zusammen

Auch ich habe es mitbekommen und fände es gut, wen die alte Munot wieder auf den Hochrhein zurück käme. Leider wird von der Seite des Vereines prodampfer aus schon ein wenig gegen die alte Munot geschossen, was ich sehr schade finde, denn ich glaube es können beide Schiffe nebeneinander leben!

Zitat von Gast im Beitrag #8

Das Schiff würde grössenmässig eine Lücke zwischen "Konstanzerli" und "Stein am Rhein" bzw bald den seelenlosen, grossen Einheiten füllen. Es liesse sich wohl gut verchartern, aber auch für zusätzliche Nostalgiekurse zur Entalstung der oft überfüllten Hauptkurse einsetzen.



Ich wüsste schon wie einsetzten. Mir geht da ein Lunchschiff gefolgt von einem Kaffee und Kuchen schiff ab Schaffhausen durch den Kopf. Ebenso könnten am Wochenende Ausflugsfahrten zur Mainau, Bregenz oder anderen Zielen durchgeführt werden. Eine Entlastung der Hauptkurse sehe ich nicht, da die Kapazität der grossen Einheiten ausreicht.

Zitat von Gast im Beitrag #8

Ich habe meine Gedanken dazu die Schiffahrtsgesellschaft geschrieben, selbstverständlich ohne eine Antwort zu bekommen.



Ich hoffe die URh wird sich noch melden. Du musst wissen, die Angestellten im Büro lassen sich an einer Hand abzählen.


Zitat von Gast im Beitrag #8

Einen markt für ein zweites Schiff nach dem Muster der "Kreuzlingen" sehe ich weniger, eher wundert mich wär diese finanziell über Wasser hält.



Gemäss der Mannschaft auf der Kreuzlingen, ist das Schiff im Sommer ca. 1 Mal in der Woche unterwegs und mehr fährt das Konstanzerli auch nicht rum.

Ich sehe für die Munot noch ein anderes Problem und zwar das BAV. Ich weiss nicht ob das Schiff wieder eine Bewilligung für die Strecke Schaffhausen - Stein am Rhein bekommt. Dort sind meines Wissens zwei Antreibe vorgeschrieben, darum haben auch die kleinen MS Albatros und St. Georg je zwei Schrauben unter dem Kiel. Die Konstanz, Stein am Rhein nd Kreuzlingen haben noch Artenschutz.

Gruss Steiner

#10 RE: Re[2]: 1.Generation der Untersee-Schiffe von MS Schwaben 13.03.2017 21:01

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Liebe Mitglieder des Forums,

ich möchte euch mitteilen, daß das MS Munot I (URh 1936-1996) in der letzten Woche den Besitzer gewechselt hat. Die Familie Hofstra, die es Ende 1996 erwarb, verkaufte es an die SRF-Werft in Harlingen. Die Werft wird mit den ersten Instandsetzungsarbeiten beginnen, währenddessen ein endgültiger Käufer gesucht wird. Die denkbaren Nutzungsmöglichkeiten reichen von "Wohnschiff" bis "historisches Schiff im Betrieb".

Es ist zu hoffen, daß sich der zukünftige Besitzer der außergewöhnlichen geschichtlichen Bedeutung dieses Schiffes bewusst sein wird. Diese zeigt sich in einem ungewöhnlichen Ausmaß an historischer Substanz (u. a. erster Motor!), in einer umfassend vorhandenen schriftlichen Dokumentation zur Planungs-, Bau- und Betriebszeit, sowie daran, daß die Munot am Anfang einer schiffbaulichen Entwicklungskette ähnlicher Bodan-Schiffe steht, welche bis zum Anfang der sechziger Jahre reicht.

Viele Grüße,
Michael Berg. |addpics|eai-2-36cf.jpg,eai-3-853b.jpg|/addpics|

#11 RE: Re[2]: 1.Generation der Untersee-Schiffe von hendrik mueller 17.03.2017 10:31

Sehr gut, hoffentlich bleibt das schiff einigermassen Original erhalten.

Hier baut man lieber einen neuen Disneydampfer, der nach 10 Jahren Gebastel vielleicht irgendwann funktioniert. Mit einigen Messingbeschlägen sieht der ja dann auch historisch aus.

#12 RE: Re[2]: 1.Generation der Untersee-Schiffe von Marcel 05.10.2017 15:48

Bin mir ziemlich sicher, dass weder die alte Munot in die Bodenseeregion zurückkommen wird, noch dass jemals der "Ökodampfer" gebaut wird, trotz des doch sehr hartnäckigen Engagements des Trägervereins, der ja inzwischen immerhin angeblich rund 2.000 Mitglieder zählt. Es ist jedenfalls amüsant zu beobachten, wie die Geschäftsführung der URh vom Verein mit der Dampferidee genervt wird und eine gute Miene zu deren Aktionen machen muss und gleichzeitig alles Mögliche tut, damit man diesen Dampfer hoffentlich niemals in die eigene Flotte integrieren muss.
In diesem Sinne halte ich es sogar für möglich, dass die URh darauf verzichtet, einen Ersatzbau für die Stein am Rhein ab 2020 aufzulegen und diese ersatzlos streicht. Begründen könnte man das ohne Weiteres, da die URh ja schon seit einigen Jahren hinsichtlich der Fahrgastzahlen angeblich ständig am Betriebsexistenzminimum kratzt.
Wenn die URh allerdings einen Neubau für 4 bis 5 Mio. auflegt, hat sie sofort den Verein im Nacken, der dann mit seinem Stammkapital mit 1 Mio. plus mögliche Förderungen durch die öffentliche Hand gegenüber der URh ein starkes Argument hätte, an Stelle eines neuen Dieselschiffs einen Ökodampfer zu bauen. Desweiteren ist damit zu rechnen, dass der Verein bis 2020 noch mehr Aktienkapital einsammelt. Noch ein paar mal die Vize-Miss-Schweiz über die Messen hoppeln lassen und für den Ökodampfer werben lassen und schon schnellen Vereinsmitglieder und Aktienkapital in die Höhe.
Also ich denke das Äusserste was es an historischem Schiffmaterial in Zukunft geben wird, wird das Konstanzerli sein und selbst da kann man schon von Glück reden, dass die URh bereit ist, dieses Schiffchen zu erhalten.

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