#1 MS "Graf Zeppelin" von Wyffe 24.03.2014 16:35

Es ist immer erfreulich, Artikel von Karl F. Fritz über ältere oder neuere Bodenseeschiffe zu lesen. Obwohl sein aktueller Artikel zum Silbernen Jubiläum der „Graf Zeppelin“ bezogen auf die reinen Daten gewohnt perfekt ist, sieht er manches doch durch eine rosa Brille.

Dass er die Schiffsliebhaber – also wir alle! – in Fundamentalisten mit archaischem Weltbild und die anderen einteilt: Schwamm drüber! Ebenso das Design als Traumschiff-Imitation: Geschmacksfrage! Und auch die Frage, ob das Marketingkonzept richtig war.

Aber unverzeihbar ist, wie der Autor alle Macken dieses (Kurs-)Schiffes großzügig übersieht. Immerhin wird indirekt eingestanden, dass es bis zum Umbau 2007 eine Fehlkonstruktion war. Andere Mängel bleiben uns erhalten: Statt einer Galerie gibt es eng bestuhlte Tischreihen in der Mitte des Raumes ohne Aussicht. Der „Salon“ hat die Ausstrahlung einer Werkskantine. Radfahrer müssen ihre Räder zum Heck durchschieben, wenn sie nicht den Eingangsbereich blockieren wollen. Einen freien Blick über den Bug hat nur die rauchende Bedienung. An ihr liegt es aber nicht, dass „Zeppi“ immer buglastig wirkt. Das Freideck oben ist oft überfüllt, weil zu klein. Dafür kann man wie die Menschen am Ufer den satten Sound der Maschine genießen.

Übrigens soll es Leute geben, die ihre Schiffsfahrt auf dem Bodensee lieber einen Kurs später antreten, wenn die „Graf Zeppelin“ am Pier liegt.

#2 RE: MS "Graf Zeppelin" von DS "Zähringen" 27.03.2014 09:17

Ein Beschäftigter der BSB muss eben zwangsläufig auch mal eine "rosarote" Brille aufsetzen!

#3 RE: MS "Graf Zeppelin" von Bavaria 27.03.2014 17:32

Eigenartig ist jedenfalls, dass während des kühlen und regnerischen Frühjahrs in der Saison 2013 kein Fahrgast im Regen stehen blieb, um die "Graf Zeppelin" zu ignorieren!

#4 RE: MS "Graf Zeppelin" von DS "Zähringen" 30.03.2014 11:38

Ich vermute, das Forums-Mitglied "Wyfe", schreibt sich übrigens mit zwei "f" hat den Text und Inhalt nur oberflächlich verstanden! Herr Fritz weist sowohl auf den Sinn und Zweck des "Projektes" Graf Zeppelin, als auch auf die Pragmatik im Kursverkehr hin. Was einen Autoren auszeichnet ist die Tatsache, dass Emotionen dezent "verpackt" werden, denn ein "Holzfällerstil" würde keine sachgerechte Berichterstattung ergeben und von keiner Publikation akzeptiert werden! Ich kenne Herrn Fritz schon seit mehr als 20 Jahren und schätze ihn als objektiven wie umfassenden Kenner der Materie!

Dies sollte zur Kenntnis genommen werden! Übrigens gefiel mir die frühere Inneneinrichtung der "Zeppi" wesentlich besser als die heutige Bestuhlung!

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