#1 SD Säntis - Wäre Hebung möglich? von Marcel 02.10.2017 11:51

Der SD Hohentwiel ist der letzte seiner Art auf dem Bodensee. Aber im Bodensee gibt es noch den SD Säntis, an den ich hier einmal erinnern möchte. Der Vollständigkeit halber sei da noch der hölzerne Glattdeckdampfer Jura und das Schwesterschiff der Säntis, der SD Helvetia erwähnt, die ebenfalls auf dem Grund des Sees liegen.
Faszinierend an der Säntis ist die Tatsache, dass diese nach rund 40-jähriger Dienstzeit vollständig! im Bodensee versenkt wurde, also mit den originalen Aufbauten von 1892 und der Maschinenanlage, lediglich die Inneneinrichtung wurde entfernt. Das Schwesterschiff Helvetia hatte man bis auf einen Rumpftorso ausgeschlachtet und dann versenkt.
Nun liegt die Säntis in rund 200 m Tiefe und ich frage mich, ob eine Hebung technisch möglich wäre und was das wohl kosten würde?
Interessant zu erfahren wäre auch der aktuelle Zustand des Schiffes. Wie sieht so ein Schiff nach rund 80 Jahren im Süsswasser mit Sauerstoffausschluss aus?
Mich lässt die Idee einer 3-Länder-3-Schiffe-Traditionsflotte nicht mehr los.
Man stelle sich vor, das Dampfschiff Hohentwiel fährt für die deutsche Seite, das gerade neu entstehende MS Österreich fährt für die österreiche Seite und auch die Eidgenossen wären dann mit dem zu neuem Leben erweckten SD Säntis vertreten: Die kleine Flotte: Drei Länder-Drei Schiffe
Wird wohl nur ein Süsswassertraum bleiben...
Es wäre ja schon schön, wenn es die eidgenössische Seite schaffen würde, die in 40m Tiefe liegende Jura zu heben und in einem Museum nach dem Vorbild der schwedischen Wasa zu konservieren und für die Allgemeinheit als Pionierbeispiel für die schweizerische Binnenseedampfschiffahrt zugänglich und erfahrbar machen würde - aber auch das wohl nur ein Süsswassertraum.

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